5,5 km

Für eine Ausstellung, bei der es um „den Prozess“ ging, habe ich den Prozess der Oberflächengestaltung etwas variiert. Ich wollte den natürlichen Prozessen Raum geben, die zu bestimmten Formen und Strukturen führen. Nachdem ich das schwarze Objekt frei geformt hatte, bin ich damit spazieren gegangen und habe es mit gewisser Vorsicht über den Boden gestoßen. Die verschiedenen Untergründe und die Dauer bzw. Länge der Strecke haben die Oberfläche ganz unterschiedlich

abyss

Abyss ist ein weiteres Objekt, bei dem ich mit der engen Verbindung von heißen Glas und Schliff gearbeitet habe. Am Anfang stand eine kleine Skizze. Der Körper ist geblasen und hatte schon grob die Form, die erst durchs Schleifen richtig verfeinert wurde. Der Titel kommt von der tiefen Schwärze, die man sieht, wenn man durch die polierte konkave Fläche schaut. Die Arbeit lebt von einer höchstmöglichen Perfektion, kein Kratzer darf

corona

Diese Arbeit führt die die Experimentierreihe mit schwarzem Glas und Schliff weiter. Aus der geblasenen Form habe ich durchs Schleifen die endgültige Formherausgearbeitet und eine Hälfte mit Strukturen versehen, die beim Schleifen entstehen. Der Titel entstand dadurch, daß beim Blick durch die runde Seite ein klarerRing ensteht. Es gibt zwei Arbeiten unter dem Titel, eine kleine und eine große. „corona“, 2016, 35 x 28 x 28 cm, Glas, frei geformt

incisio

Dieses Objekt ist das erste, welches ich nach Inspirationen durch Franz X. Höller, einem großartigen deutschen Künstler, gemacht habe. Es war ein großes Vergnügen, die rohe Form, die es hatte, als es aus dem Kühlofen kam, durchs Schleifen feiner werden zu sehen. Dabei war es immer eine Suche nach der richtigen Form, vor allem im Detail und nach der richtigen Textur. Hier war es schwierig, den Punkt zu finden, an

millefiori

Die Technik der Murrinen oder Millefiori ist eine der Ältesten und bietet spannende und sehr vielfältige Möglichkeiten. Hierbei zieht man Stäbe aus Glas, die ein Muster im Inneren haben und bricht die Stäbe in kleine Scheiben, die, zu einem größeren Muster arrangiert, auf eine Pfeife aufgerollt werden und dann geblasen und geformt werden können. Ich versuche, zumindest für mich neue Anwendungen zu finden und neue Wege bei der Gestaltung, also

monolith

Hier wollte ich besonders minimalistisch vorgehen und ein Objekt schaffen, bei dem es nur ums wesentlich geht, die gute und reine Form und polare Kontraste. All das lebt von der Perfektion in der Ausführung. Also vor allem von dem polierten Teil, der durch keine Kratzer gestört werden sollte. Auch hier ist das Objekt geblasen, also hohl und erhielt erst durchs Schleifen seine endgültige Form. „monolith“, 2015, 38 x 15 x

oranges

Diese drei Objekte sind ganz klar von Dante Marioni sowie Napoleone Martinuzzi inspiriert. Ich wollte Formen erschaffen, die wirklich ausgewogen sind und mit dem Spiel der Applikationen oder Henkel zusammengehen. Die Objekte befinden sich in Privatbesitz. „oranges“, 2014, max. 40 cm hoch, Durchmesser ca. 18 cm, Glas, frei geblasen und geformt, zusammengesetzt.

reticello

Die Reticello technik ist eine recht alte, sehr aufwändige und anspruchsvolle Art, ein Netzmuster ins Glas einzuarbeiten. Hierbei werden zwei Lagen von Glasstäben nacheinander aufgerollt und ineinander geblasen. Dabei sollte in jedem Quadrat eine kleine Blasen entstehen, sodaß sich ein sehr gleichmäßiges und komplexes Muster ergibt. Hier ist natürlich die technische Ausführung spannend, es also zu einem gewissen Level an Perfektion zu bringen. Aber das allein finde ich noch zu

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